OB-WAHL ROSTOCK – FÜNF KANDIDATEN GEHEN IN DEN WAHLKAMPF

Am 26. Mai 2019 wählen die Rostocker ihren neuen Oberbürgermeister – zusammen mit der Europa- und Kommunalwahl. Der bisherige Amtsinhaber Roland Methling kann 2019 nicht erneut antreten, da er mit 64 Jahren die zulässige Altersgrenze von 63 Jahren überschritten hat. Nachdem Methling (parteilos) die Hansestadt nun mehr als 13 Jahre geführt hat, stellen sich jetzt fünf neue Kandidaten zur Wahl.

Den Startschuss zum Wahlkampf gab Sozialsenator Steffen Bockhahn (LINKE), welcher schon im Juli 2018 seine Kandidatur öffentlich machte. Bockhahn möchte sich für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen, Schulen, Kitas und Sportstätten fördern, die Rostocker Infrastruktur ausbauen und den digitalen Wandel vorantreiben.
Die Grünen setzen ganz auf Fraktionschef Uwe Flachsmeyer. Als Banker wird ihm ein gutes Händchen für Finanzen nachgesagt – so auch für den städtischen Haushalt. Sein Bestreben ist, Rostock zu einer modernen, grünen und sozialen Stadt zu entwickeln. Mit seiner Politik will er gezielt auf die Ausrichtung der BUGA 2025 hinarbeiten.
Als freier Bewerber geht der Unternehmer und Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock Claus Ruhe Madsen ins Rennen. Unterstützt wird seine Kandidatur von der FDP und CDU. Der 46-jährige Däne betrachtet das Amt des Oberbürgermeisters als reizvolle Aufgabe und Herausforderung. Er sei von verschiedenen Seiten angesprochen und ermutigt worden. Seine Tätigkeit als Geschäftsführer von Möbel Wikinger sowie den Posten als Präsident der IHK müsste er dann aufgeben. Das Wählerbündnis UFR stellt den Juristen Dirk Zierau als Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister. Der derzeitige Personalchef der Stadtverwaltung gilt als enger Vertrauter Methlings und wird von diesem im Wahlkampf unterstützt. Führende UFR-Politiker bezeichnen ihn als ausgewiesenen Verwaltungsexperten. Er sei erfahren und integer.
Die Nominierung Zieraus kam überraschend. So galt Chris Müller-von Wrycz Rekowski, Finanzsenator und erster stellvertretender Oberbürgermeister, als Methlings Wunschkandidat. Methling überließ dem SPD-Politiker wichtige repräsentative Termine und prestigeträchtige Aufgaben im Rathaus. Die SPD nominierte den Finanzsenator einstimmig als Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl. Müller-von Wrycz Rekowski sei in Rostock als „Gestalter und Verwaltungsfachmann“ bekannt, so SPD-Kreisvorsitzender Julian Barlen. Der Finanzsenator habe beim Volkstheater und bei Hansa Rostock gezeigt, dass er in schwierigen Zeiten, Verantwortung für die Hansestadt trage.