Lernen, aber satt und gesund

Gesundes Frühstück für Schüler
Was hilft Schulkindern, mit Energie in den Tag zu starten? Ein ausgewogenes Frühstück! Aber daheim geht es am Morgen oft hektisch zu. Auch in der Schule haben längst nicht alle ein geeignetes Frühstück dabei. Dazu kommt: In einigen Familien ist das Geld zu knapp für einen Pausensnack. Da muss geholfen werden! Das Frühstücksprojekt „Lernen, aber satt“ ist WIRO, Stadtwerken und OSPA seit acht Jahren ein wichtiges Anliegen. Wir wollen noch deutlicher machen, dass es auch gesund sein soll und ergänzen den Slogan: „Lernen, aber satt – und gesund!“. Inspiration und Unterstützung dafür kommt von der Techniker Krankenkasse.
Das Frühstück ist für den Organismus das Startsignal für den Stoffwechsel, das nächtliche Fasten zu unterbrechen, Energiespeicher werden aufgefüllt. Kinder müssen nicht nur essen, um für den Tag gerüstet zu sein – der Bedarf ist durch das Wachstum viel höher. Für OSPA, Stadtwerke und WIRO war die Sache von Anfang an klar: „Da engagieren wir uns gemeinsam“, sagt Ute Römer, Vorstand der Stadtwerke Rostock AG: „Eine gesunde Ernährung in den Blickwinkel unserer Kinder zu rücken, ist nicht nur eine Notwendigkeit, sondern für einen erfolgreichen Lernalltag sehr förderlich! Und wenn die Kinder zu Hause davon berichten, hat vielleicht die ganze Familie Freude an einer gesunden Ernährung.“
Zustimmung von Frank Berg, Vorstand der OstseeSparkasse Rostock: „Die gesunde Ernährung bleibt aus unserer Sicht in der täglichen Verantwortung der Eltern. Weil das leider nicht immer klappt, sind wir bei dem Projekt gern dabei. Noch besser wäre es aber, wenn wir mit dem Geld andere tolle Projekte unterstützen könnten. Deshalb setzen wir darauf, dass die Familien das als Anregung verstehen.“ Auch Ralf Zimlich, Vorsitzender der WIRO-Geschäftsführung, wünscht sich mehr Bewusstsein für ein gesundes Frühstück im Elternhaus: „Aber auch Großeltern, Freunde oder Nachbarn können das ansprechen und einfach mal fragen: Was gab es zum Frühstück? So kommt das Thema auf den Tisch. Das ist der erste Schritt, damit sich etwas bewegt. Daran haben wir ein großes Interesse. Denn nicht zuletzt sind die Schüler von heute die Auszubildenden und Mitarbeiter von morgen.“ Knapp 30.000 Euro spenden die drei Unternehmen jedes Jahr. Das ist ein wichtiger Baustein. Aber das Rückgrat von „Lernen, aber satt – und gesund“ sind die Freiwilligen in fünf Institutionen der Hansestadt – Gemeinsam für Groß und Klein e. V., die Rostocker Tafel gGmbH, Wohltat e. V., der DRK-Kreisverband und der Schulverein Wirbelwind. Sie helfen, den Tisch zu decken: mit Joghurt, frisch belegten Broten, Gemüse und Obst. „Lernen, aber satt – und gesund!“ soll die Eltern nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Es soll nur eine Ergänzung zum eigenen Frühstücksbrot sein. Aufklärung ist das eigentliche Ziel. „Essen zu bekommen und gemeinsam zu essen gibt Kindern Geborgenheit und Sicherheit und darf nicht zur Nebensache werden“, betont Anke Geschke, Diätassistentin und freiberufliche Ernährungsberaterin von der Essklasse-Kochschule in Rostock. „Die Weichen für das Essverhalten im Erwachsenenalter werden in der Kindheit gestellt und den größten Einfluss darauf und die Verantwortung für gesund aufwachsende Kinder haben Eltern und Familie.“ Die Expertin arbeitet seit mehreren Jahren mit der Techniker Krankenkasse zusammen und unterstützt seit 2019 die Präventionsarbeit im Projekt. Wir sind gerne mit dabei, sagt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern: „Ein fundiertes Wissen zur bewussten Ernährung ist unerlässlich für die Gesundheits-kompetenz von Heranwachsenden. Wir freuen uns, mit diesem Angebot die Kinder für eine gesunde Ernährung zu sensibilisieren. Ein ausgewogenes Frühstück ist das Fundament für einen erfolgreichen Schultag.“
In acht Rostocker Schulen ermöglichen die Partner und die vielen ehrenamtlichen Helfer auch in diesem Jahr, dass mehr als 70.000 Frühstücksportionen kostenlos aufgetischt werden. Zusätzlich können die Projekt-Schulen im Herbst und im Frühjahr die Ernährungsberaterin jeweils zu einem Projekt-Frühstück einladen. Das organisiert Andrea Wehmer, Koordinatorin für Kinder, Jugend und Familie im Amt für Jugend, Soziales und Asyl der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Die Projektpartner nutzen den Pressetermin in der Förderschule Godewind in Evershagen auch für ein herzliches Dankeschön. Denn bei Andrea Wehmer laufen alle Fäden zusammen. Ohne sie wäre das Projekt „Lernen, aber satt – und gesund!“ in dieser Form nicht umzusetzen.
OstseeSparkasse Rostock, Stadtwerke und WIRO wollen die Initiative „Lernen, aber satt – und gesund!“ weiterhin unterstützen – bei Bedarf auch in noch größerem Umfang. Das Projekt ist offen für andere Firmen sowie freiwillige Helfer und Vereine, die sich daran beteiligen wollen.