IHK EHRT PRÜFUNGSBESTE AZUBIS AUS FAST 70 AUSBILDUNGSBERUFEN

Diethart Bast (2.v.l.) erhält von IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen die Auszeichnung. Er ist der beste Auszubildende in ganz Deutschland und ausgelernte Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. Fotoquelle: IHK zu Rostock

Von A wie Anlagenmechaniker bis Z wie Zerspanungsmechaniker – von technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen bis hin zu Berufen aus Handel und Gastronomie – die IHK zu Rostock hat am 24. Oktober 2018 die besten Absolventen der diesjährigen Abschlussprüfungen geehrt. Insgesamt waren 74 ehemalige Azubis in die Rostocker Nikolaikirche eingeladen, wo IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen ihre Leistungen würdigte. Einer der Teilnehmer hat sogar bundesweit das beste Prüfungsergebnis erreicht: Diethart Bast von der Uni Roka GmbH, ist Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice und war bundesweit bester Prüfling in seinem Beruf.
Claus Ruhe Madsen wies den jahrgangsbesten Nachwuchsfachkräften den Weg in ihre berufliche Zukunft: „Ins Berufsleben starten heißt Weiterlernen. In zehn Jahren werden manche Leute Berufe erlernen, die wir heute nicht mal kennen. Man muss sich also immer wieder anstrengen, wieder aus der eigenen Komfort-Zone kommen. Nur so bleibt aber auch ein Leben spannend.“ Auf dem Weg des Weiterlernens unterwegs sind zwölf junge Facharbeiter, die im Rahmen der Bestenehrung in die Begabtenförderung Berufliche Bildung aufgenommen wurden. Sie erhielten ein Weiterbildungsstipendium: Über einen Zeitraum von maximal drei Jahren können die Stipendiatinnen und Stipendiaten Zuschüsse von jährlich bis zu 2.400 Euro für ihre berufliche Weiterbildung beantragen; in drei Jahren also insgesamt bis zu 7.200 Euro.
Der IHK-Präsident würdigte auch die Leistungen der Ausbildungsbetriebe und der Berufsschulen. „Sie sind die Väter und Mütter des Erfolgs Ihrer ehemaligen Auszubildenden. Hervorragende Leistungen sind nur möglich, wenn man Leidenschaft für eine Sache weitergibt, Entwicklungsräume eröffnet, Fehler zulässt, selbständiges Denken und Handeln fördert“, so Madsen.

„Lernen – ein Leben lang“

Fotoquelle: IHK zu Rostock

Ein junger Mensch der noch nie in „Mensch ärgere Dich nicht“ verloren hat oder dem alle Steine aus dem Weg geräumt worden sind, kennt kein Frustgefühl, kommt später mit Kritik oder Widerstand sehr schlecht klar, weil es unbekannt ist.
Spätestens am ersten Arbeitstag ist Mutti nicht mehr da, wenn aber der Zug weiterfährt, egal, ob man drinsitzt oder nicht, wird klar, dass man nur richtig lernt, wenn man auch mal verliert oder falsch liegt, man gewinnt dafür an Erfahrung, wird besser. Man wird für seinen Einsatz belohnt…das ist bei der Bestenehrung nicht anders.
Dazu gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Die gute Nachricht: Die Besten haben es geschafft, sie sind fertig und ihre Anstrengungen wurden nun ausgezeichnet. Die schlechte Nachricht: Es geht weiter. Auch eine Sportmannschaft, die einen Pokal gewonnen hat, hört nicht auf zu trainieren, im Gegenteil, die meisten Mannschaften intensivieren das Training. Lernen ist heute ein lebenslanger Prozess, niemand kann heute einen Beruf erlernen und sich dann entspannt zurück lehnen bis zu Rente. Man muss sich also immer wieder neuen Herausforderungen stellen.